Freimaurer-Arbeit… was sie für uns bedeutet
"Arbeit am rauhen Stein" – dieser symbolische Begriff geht zurück auf das Brauchtum der Steinmetz- Bruderschaften und Werkmaurer der mittelalterlichen Dombauhütten. "Arbeit am rauhen Stein" bedeutet für uns Arbeit an sich selbst und Erziehung zu Duldsamkeit, Nächstenliebe und gesellschaftlicher Verantwortung. Wir bezeichnen dies als "königliche Kunst".
Unsere Bruderschaft gehört der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland - dem Freimaurerorden - an. Wir sind Teil einer Gemeinschaft von sechs Millionen weltweit brüderlich verbundenen Menschen. Für uns ist Jesus Christus der Obermeister. Allerdings spielt für uns keine Rolle, welches christliche Bekenntnis der Einzelne hat. Die Zugehörigkeit zu einer Kirche wird nicht verlangt. Dennoch nennen sich alle Freimaurer "Brüder", weil wir davon überzeugt sind, wie alle Menschen Kinder Gottes zu sein.
"Arbeite an Dir selbst" heißt unsere oberste Regel
Die Freimaurerei ist kein Geheimbund, wie unsere Gegner nicht selten kolportieren. Ein solches Vorurteil kam allerdings bisweilen auch durch manch unbedachte Geheimniskrämerei aus den eigenen Reihen zustande - aus Angst um Mißverständnisse und Mangel an Courage. Geschichte, Wesen, Ziele, Satzung und Namen der Vorstände sind öffentlich zugänglich, wie allein schon unsere Internetpräsenz beweist. In der Tat gibt es aber ein traditionelles "Logengeheimnis". Damit ist das gemeinsame Erlebnis unserer Arbeit gemeint, das jeder individuell empfindet. Die aus Vertrauen, Brüderlichkeit und Duldsamkeit erwachsene Hinwendung zum Du des anderen bedeutet jedoch kein einfaches Verlassen auf ein Kollektiv von Menschen: "Arbeite an Dir selbst" heißt die oberste Freimaurerregel.
Freimaurer sind eine geschlossene Gesellschaft mit offenen Herzen.
Geschlossen im Sinne von Zusammenschluß.
Offen im Sinne von Aufgeschlossenheit.
Toleranz – Gerade heute erfüllen Logen eine besondere, am Mitmenschen orientierte Aufgabe.
Speziell in unserer Zeit der vorwiegend materialistisch geprägten Gesellschaft, mit ihrem Pluralismus der Gleichgültigkeit - den Marcuse so treffend mit "repressiver Toleranz" beschrieben hat - da sich viele ideell desorientiert fühlen und den Mangel an geistigen Werten beklagen - haben nach unserer Überzeugung die Freimaurerlogen eine besondere Daseinsberechtigung. Denn wir Freimaurer halten es für unsere Pflicht, auf eine Geisteshaltung hinzuweisen, von deren Richtigkeit wir zutiefst überzeugt sind.
In unserem traditionellen Brauchtum finden sich wahrscheinlich mehr denn je Denkanstöße von unüberbietbarer Aktualität. Früher hatten Menschen das Ziel, aber keinen Weg. Heute werden alle möglichen Werte geboten, aber kein Ziel. Wir haben beides: den Weg und das Ziel.
Nur über den einzelnen und dessen persönliches Beispiel kann die Gesellschaft humaner werden. So sind die sittlichen Werte und Überzeugungen, die unsere Loge in ihren Mitgliedern zu wecken und stärken versucht, unmittelbar am Mitmenschen orientiert.
"Frei von Ideologie" bedeutet für uns die Absage an jeden Totalitätsanspruch.
Toleranz ist für uns nicht ein gleichgültiges Gewährenlassen, sondern eine Geisteshaltung, die aus steter Arbeit an sich selbst und aus dem Wissen um menschliche Schwächen und Unzulänglichkeiten erwächst. Für uns bedeutet "frei von Ideologie" daher die Absage an jeden Totalitätsanspruch.
Diktatorische Systeme, wie z.B. das sogenannte Dritte Reich haben die Freimaurerei deshalb unnachsichtig verfolgt. Die ehemalige DDR verhinderte das Logenleben ebenfalls, denn sie ließ keine Gedankenfreiheit zu. Auch heutige totalitäre Staaten untersagen die Freimaurerei.
Wenn Sie mit uns übereinstimmen, daß Toleranz eines der höchsten Güter des Menschen bedeutet, dann informieren sie sich bitte weiter über uns - oder nehmen Sie einfach Kontakt mit uns auf.
